AHA021 - Wie funktioniert die amerikanische Präsidentschaftswahl?

Die Qual der Wahl.

Joram erklärt uns in dieser Episode die Irrungen und Wirrungen der amerikanischen Präsidentschaftswahl. Dabei wünschen wir euch wie immer viel Vergnügen!

Informationen, Links & Notizen:

US Wahlsystem allgemein:
US-Präsidentschaftswahl 2016 – Das Wahlsystem einfach erklärt (youtube.com) – Trump, Clinton, Obama. Wie funktioniert das US-Wahlsystem? | Der rote Faden (youtube.com)

Diskriminierung im Wahlsystem:
Why Do We Vote On Tuesdays? (npr.org) – “Voting Rights: Looking to Our Past to Understand Our Present” – Episode 9 des Podcasts “Vote!” – Gerrymandering: Last Week Tonight with John Oliver (HBO – youtube.com)

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Joram
Antwort

3 Gedanken an “AHA021 - Wie funktioniert die amerikanische Präsidentschaftswahl?

  1. vero

    Hallo zusammen,

    erstmal grundsätzlich Danke für Euren schönen, informativen und unterhaltsamen Podcast!

    Was mir hier gefehlt hat und was ich für eine sehr große Grundproblematik des amerikanischen Wahlsystems halte, ist, dass sich alle zuerst zum Wählen registrieren müssen. Es gibt also eine initiale Hürde, die Stimme abzugeben. Es gibt in den USA keinen Automatismus (wie bei uns), der einen auffordert, wählen zu gehen inkl. wann/wo etc.
    Man muss sich erst einmal selber kümmern, sich registrieren, und erst dann erhält man Zugang zu Wahlunterlagen und Stimmabgabemöglichkeiten. Also ein zusätzlicher Schritt, der meiner Meinung nach zwangsläufig zu einer geringen Wahlbeteiligung führt und sicherlich auch bestimmte Bevölkerungsgruppen eher ausschließt als andere.

    Dann würde mich ehrlich gesagt zum Thema Wahlkreiseinteilung interessieren, wie das ganz genau bei uns gehandhabt wird. Denn ich meine mich zu erinnern, dass das auch hier durchaus immer wieder Thema ist und nicht ganz ohne parteipolitische Interessen gehandhabt und eingeteilt wird. Vielleicht weiss ja jemand was dazu.

    Danke nochmal und beste Grüße!

    Antworten
    1. Joram

      Hallo!
      Das mit der Wähler:innenregistrierung ist mir tatsächlich durchgerutscht, ich hatte es in meinen Notizen, aber dann eben nicht deutlich gesagt. Es ist ein wichtiger Hinweis, die Registrierung der Wähler:innen stellt eine massive initiale Hürde dar – zumindest in den Bundesstaaten in denen diese Hürde gilt. In manchen Bundesstaaten gibt es nämlich auch automatische Registrierungen über andere Verzeichnisse. Wie immer ist es kompliziert.

      In Deutschland konnte ich nichts über die gleichen Probleme finden. DIe Wahlkreise zur Bundestagswahl umfassen im Mittel 250 000 Menschen mit dt. Staatsangehörigkeit, und dürfen nicht mehr als 15% nach oben oder unten abweichen. Vorgeschlagen werden die Wahlkreise von einer unabhängigen Kommission und festgelegt vom Gesetzgeber. Verändert werden die Wahlkreise eigentlich nur, wenn es aufgrund von Bevölkerungsverschiebungen nötig wird, also nicht so häufig wie in den USA. Zumindest im Wikipedia Artikel zu Gerrymandering gibt es aus Deutschland nur wenige Berichte über Vorwürfe zur Wahlkreisschiebung. Da ohnehin die Sitzverteilung im Parlament über die Zweitstimme entschieden wird, und diese sich aus allen Wahlkreisen in einem Pool errechnet, hat eine Wahlkreisverschiebung nur Auswirkungen auf die Wahl der Direktkanditat:innen. Das kann natürlich politisch schon Bedeutung haben, wird aber keine Wahl zu Gunsten der einen oder anderen Partei entscheiden – im Zweifel werden die Sitze dann eben über Landeslisten anstatt Direktmandate gefüllt. Gerrymandering wird ja gerade erst durch das Winner takes it all Prinzip gefährlich, das wir ja glücklicherweise nicht in Deutschland haben.

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